So wird ein neues OKAL-Haus zum geförderten KfW-Effizienzhaus 40 Plus

| 12. Oktober 2016 | Ein Kommentar

Jedes neue OKAL-Haus ist mit modernster Technik ausgestattet, die nicht nur für hervorragende Energieeffizienz sorgt, sondern auch für die Bewohner besonders komfortabel ist. Auch die Konstruktion und die verwendeten Bauelemente werden ständig weiterentwickelt, um Nachhaltigkeit und höchste Energieeffizienz sicherzustellen.

Mit der Kombination der verschiedenen Komponenten entsteht so ein Haus, dass von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als besonders förderungswürdig eingestuft wird. Als KfW-Effizienzhaus 40 Plus kann dieses Haus deutlich günstiger finanziert werden.

Gebäudesteuerung myGEKKO 2.0

Bereits seit 2011 wird in neue OKAL-Häuser die Gebäudesteuerung myGEKKO eingebaut. Die intelligente myGEKKO-Steuerung des Hauses ist eine besonders komfortable Möglichkeit, wesentliche Steuerungsfunktionen für das Haus leicht einstellen und regeln zu können. Durch das gezielte Eingreifen in das Energiemanagement spart der Haushalt Energiekosten bei gleichzeitig komfortablem Handling.

Über das Touchpanel lassen sich die verschiedenen Funktionen von myGEKKO einfach bedienen. Das geht auch über ein Tablet und sogar von unterwegs per Smartphone. (Foto: Markus Burgdorf)

Über das Touchpanel lassen sich die verschiedenen Funktionen von myGEKKO einfach bedienen. Das geht auch über ein Tablet und sogar von unterwegs per Smartphone. (Foto: Markus Burgdorf)

Doch myGEKKO kann noch viel mehr: So kann das System zum Beispiel morgens zur gewünschten Zeit den Wecker betätigen, die Heizung starten, die Kaffeemaschine anschalten, Jalousien hochfahren und alles mit freundlicher Musik begleiten. So beginnt ein Tag mit myGEKKO im OKAL-Haus ganz entspannt.

Jedes myGEKKO-System besteht aus mehreren Basiskomponenten, die nach Belieben um weitere Komponenten und Funktionen ergänzt werden können. Durch den modularen Aufbau hat man ein System geschaffen, dass mitwachsen kann und auf der Höhe der Zeit bleiben wird. Über WLAN kann man jederzeit mobil auf das System zugreifen und von allen Räumen im Haus oder sogar aus dem Garten bequem Einstellungen ändern.

myGEKKO wird ständig an technologische Neuerungen angepasst und kann mit wenig Aufwand fast unbegrenzt durch neue Funktionen erweitert werden. So ist das System zukunftsfähig.

Photovoltaik mit Hauskraftwerk (Solarstromspeicher)

Zur Photovoltaikanlage auf dem Dach, mit der kostenloser Solarstrom produziert wird, empfiehlt OKAL den Bauherren den Einbau eines E3/DC S 10 Hauskraftwerks. Dieser Solarstromspeicher speichert ungenutzten Solarstrom und gibt ihn dann wieder ab, wenn mehr Strom benötigt wird, als gerade von der Photovoltaikanlage produziert werden kann. So wird über das Jahr eine Selbstversorgung mit kostenlosem Strom von über 70 Prozent erreicht.
Das Hauskraftwerk dezentralisiert die Energieversorgung. Es erlaubt den Hausbewohnern, lokal in Ihrem Zuhause Energie zu produzieren, zu speichern und selbstbestimmt zu verwalten. Dabei fungiert das Hauskraftwerk gleichzeitig als Stromspeicher aus eigener Energiegewinnung und als Schaltzentrale mit vielseitiger Nutzung.

Das Hauskraftwerk E3/DC in aktuellen OKAL-Häusern speichert den Solarstrom und gibt ihn dann ab, wenn er gebraucht wird. (Foto: Markus Burgdorf)

Das Hauskraftwerk S10 von E3/DC in aktuellen OKAL-Häusern speichert den Solarstrom und gibt ihn dann ab, wenn er gebraucht wird. (Foto: Markus Burgdorf)

Mit integriertem Wechselrichter und Strom-Speicherfunktion deckt das S10 Hauskraftwerk nicht nur im täglichen Gebrauch den kompletten Energiebedarf des Hauses. Auch im Falle eines Netzausfalls läuft der Strom weiter – während bei den Nachbarn ohne Hauskraftwerk das Licht aus bleibt. Ein weiterer Vorteil: Durch die optimierte Ausnutzung der Photovoltaik erfüllen OKAL-Häuser mit Hauskraftwerk die strengeren Vorgaben für die KfW-Effizienzhaus 40 Plus Klassifizierung und erreichen so die höchste Förderungsstufe der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Wallbox für Elektromobilität

Elektromobilität kommt. In den nächsten Jahren wird der Anteil an Hybrid- und Elektrofahrzeugen deutlich ansteigen. Mit der Wallbox können E-Fahrzeuge direkt am Haus aufgeladen werden – mit kostenlosem Solarstrom, den die Hausbewohner mit ihrer Photovoltaikanlage selbst produzieren.

Die Auflademöglichkeit für Elektroautos und E-Bikes wird aus dem Hauskraftwerk gespeist. (Foto: Markus Burgdorf)

Die Auflademöglichkeit für Elektroautos und E-Bikes wird aus dem Hauskraftwerk gespeist. (Foto: Markus Burgdorf)

Luft-/Wasser-Wärmepumpe

Die Luft-/Wasser-Wärmepumpe ist eine moderne Heizung, die die Außenluft ansaugt, um das Haus zu heizen oder zu kühlen. In dem System der Luft-Wasser-Wärmepumpen Hei¬zung wird ein Kältemittel verwendet, mit dem die gewonnene Wärme an das Brauch- oder Heizungswasser abgegeben wird. Das Kältemittel wird durch die warme Umgebungsluft erwärmt bis es schließlich den Siedepunkt erreicht und verdampft. Der Verdichter der Luft Wärmepumpe komprimiert das Kältemittel und bringt die Temperatur so auf ein höheres Niveau.

Mit diesem Coverter wird die Außenluft für die Luft-/Wasser-Wärmepumpe angesaugt. (Foto: Markus Burgdorf)

Mit diesem Coverter wird die Außenluft für die Luft-/Wasser-Wärmepumpe angesaugt. (Foto: Markus Burgdorf)

Nachdem das Kältemittel in dem Verdichter noch wärmer geworden ist, fließt es zum Wärmetauscher und erwärmt dadurch das Brauch- und Heizungswasser – das Kältemittel verflüssigt sich wieder.

Ein Entspannungsventil verringert den Druck in der Luft- /Wasser-Wärmepumpe und das Kältemittel kühlt noch weiter ab. Am Ende wird das flüssige kalte Kältemittel zum Verdampfer transportiert, wo es wieder die Wärme aus der Luft aufnehmen kann. Der Kreislauf beginnt von neuem.

Durch Prozessumkehr kann die Luft-Wasser-Wärmepumpe auch kühlen. In Diesem Fall funktioniert die Luft Wärmepumpe nach dem gleichen Prinzip wie ein Kühlschrank. Die Wärmepumpe wird von der Photovoltaikanlage mit kostenlosem Solarstrom versorgt.

Kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage

Die Gebäudehülle von Effizienzhäusern ist besonders luftdicht, deshalb kann ein automatischer Luftaustausch mit der Außenwelt kaum noch stattfinden. OKAL setzt Kontrollierte Be- und Entlüftungsanlagen ein, die die Wärme der Abluft über einen Wärmetauscher zurückgewinnen und der Zuluft zuführen. Eine elektronische Regelung steuert die Luftmenge. So wird die Raumluft regelmäßig ausgetauscht und Luftfeuchtigkeit und Luftschadstoffe werden abtransportiert. Auch die Be- und Entlüftungsanlage wird mit kostenlosem Solarstrom betrieben.

Klassische Heizkörper sucht man in den modernen Häusern vergeblich. Der Luftaustausch und die Beheizung oder Kühlung erfolgt über Wandpanels, die wie Bilderrahmen aussehen. (Foto: Markus Burgdorf)

Klassische Heizkörper sucht man in den modernen Häusern vergeblich. Der Luftaustausch und die Beheizung oder Kühlung erfolgt über Wandpanels, die wie Bilderrahmen aussehen. (Foto: Markus Burgdorf)

OKAL-Passivwand und Fenster

Die ThermOKAL-Passivwand für die Gebäudehülle sorgt als Klimamantel für das Haus mit einem U-Wert von 0,125 W/(m²K) dafür, dass die Kälte draußen bleibt. Die Außenwand wurde dafür mit zusätzlichen 140 mm Fassadendämmung zu der 160 mm Innenwanddämmung verstärkt. Die Gesamtstärke der Außenwände beträgt jetzt 34,6 cm.

Moderne Häuser haben große Fensterflächen, damit die Innenräume schön hell sind. (Foto: Markus Burgdorf)

Moderne Häuser haben große Fensterflächen, damit die Innenräume schön hell sind. (Foto: Markus Burgdorf)

Die Fenster erreichen mit dreifach Verglasung und stärkeren Rahmen einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,6 W/(m²K).

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Kommentare (1)

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  1. Egon Huebinger sagt:

    Ich musste heute lernen das jedes Okalhaus ca. 20.000 bis 30.000 Euro Aufpreis benötigt.
    Es wird eine zusätzliche Wärmedämmung unter der Bodenplatte benötigt und die Fensterrahmen benötigen auch eine Zusatzdämmung.
    Ist etwas enttäuschend, da die Heizung, die Steuerung und die Lüftung schon auf dem 40 plus Standard sind.

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